Wainwrights Coast to Coast Path
Teil 1 Lake District
Anreise
Theoretisch könnte man auch mit der Bahn zum Trail fahren. Das habe ich bei der Planung ernsthaft in Erwägung gezogen, aber als ich herausfand, dass ich dann den dreifachen Preis zahlen müsste, entschied ich mich für die Flüge.
Unpünktlich wie mit der DB üblich erreichte ich Memmingen. Wie bisher auch erwischte ich den Airport-Shuttle nicht, denn dieser fährt im Gegensatz zu DB nach Fahrplan. Warum nicht noch ein wenig die Beine vertreten und zu Fuß hingehen? 50min später kam ich an und fand einen überfüllten Flughafen vor. Dennoch war ich nach 20 Minuten durch alle Kontrollen durch. In einem kleinen Flughafen geht alles ein wenig schneller. Auch diesmal kamen die Trekkingstöcke im Handgepäck mit. Da ich diesmal mit kälterem Wetter rechnete, kam auf dieser Reise der 60 Liter Mariposa von Gossamer Gear mit - 40 Liter hätten auch gereicht. Jedoch habe ich nur die Wahl zwischen 30 und 60. Wegen der Größe machte ich mir etwas Sorgen. Trotz Rahmen geht die Höhe fürs Handgepäck klar, aber die Tiefe wäre theoretisch ein klein wenig mehr als 20cm, wenn man ihn nicht komprimiert. Die üblichen Trolleys der anderen Passagiere wirkten aber auch nicht dünner, stellte ich fest.
Pünktlich landete das Flugzeug trotz Ferienstart in Bayern in Manchester. Da ich nicht wusste, wie lange die Einreisekontrolle dauert, gewährte ich einen großzügigen Zeitpuffer bis zur Abfahrt meines Zuges. Das Ergebnis waren zwei Stunden Wartezeit, die Kontrollen waren nämlich fix erledigt.
Zu meinem Erstaunen waren alle Verbindungen auf der Anzeigetafel als pünktlich gelistet. So etwas habe ich in Deutschland seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt. Pünktlich erreiche ich Lancaster und checke in meine Unterkunft ein. Die bestellte Gaskartusche lag im Zimmer bereit und ich hatte noch etwas Zeit um mir die Stadt anzusehen.
29.03.2026 England von ihrer stürmischen Seite
Um 10:57 Uhr soll mein Zug nach St. Bees fahren. Eine frühere Verbindung gibt es nicht. Die Temperaturen in Kombination mit dem Wind sind kälter als erwartet und kurz vor der Fahrt möchte ich mir noch eine Leggins zum darunteranziehen kaufen. Ich hätte doch nicht die dünne Sommerhose mitnehmen sollen... ich greife mir eine Leggins aus Kunstfaser und eile zum Bahnhof. Der Zug fährt pünktlich und die Fahrt ist angenehm ruhig.
In St. Bees steige ich aus und wandere zur Küste. Mir ist durch den stürmischen Wind so kalt, dass ich meine Handschuhe anziehen muss. Bald kommt die Sonne raus und mir wird prompt etwas wärmer. Die irische See ist überaus stürmisch, aber hübsch anzusehen. Für Coast to Coast Walker ist es eine Tradition einen kleinen Stein vom Strand bis zur Nordsee mitzunehmen. Sowas habe ich noch nie gemacht und finde die Idee witzig. Ein kleiner bläulicher Stein gefällt mir und wandert in die Seitentasche vom Rucksack.
Der originale Verlauf vom Trail führt für die nächsten 3km an der Steilklippe entlang, doch der Weg ist wegen eines Erdrutsches aktuell leider gesperrt. Mehrere Schilder und Zäune weisen daraufhin. Kurz überlege ich, ob ich es trotzdem versuchen soll. Doch ich kenne die Gegebenheiten hier nicht und kann eine Trailsperrung in England nicht einschätzen. Es könnte sein, dass der Trail völlig unpassierbar ist oder nur aus Sicherheitsgründen gesperrt. Daher entscheide ich mich für die Alternative und wandere durch die englische Countryside. Unspektakulär ist es hier zu wandern.
Da ich genügend Zeit habe und die Küste noch gerne etwas erkunden würde, schlage ich bei Sandwith einen Weg zum Meer ein und wandere ein Stück bis kurz vor Whitehaven. Wunderschön ist es hier mit den Sandsteinklippen und der rauen irischen See.
Nach dem Abstecher geht es zurück ins Landesinnere, wo es alsbald zu regnen anfängt. Schnell ziehe ich meine Regenkleidung über. Die Pfade sind nach dem starken Regen am Vormittag sehr matschig und stehen stellenweise unter Wasser. Besonders unschön ist eine Passage durch eine Wiese, auf der das Wasser steht. Danach folgt der Coast to Coast Walk einem Fahrradweg, der angenehm zu gehen ist.
In Cleator fülle ich am Friedhof meine Wasserflaschen für die Nacht auf. Am Freitag Abend habe ich versucht in diesem Ort ein Hotelzimmer mit Booking zu buchen, doch jedes Mal zeigte mir die App eine Fehlermeldung an. Alle anderen Unterkünfte sind weiter weg und zudem sehr teuer, sodass ich trotz der üblen Wettervorhersage mit Sturmböen und Regen eine Nacht im Zelt verbringen wollte. Diesen Plan verfolgend mache ich mich auf den Weg in den Wald unterhalb vom Dent Fell. Vor Ort stelle ich fest, dass der Wald zum Großteil komplett gefällt wurde. Ein richtig hässlicher Kahlschlag ist das! Links sehe ich einen Fichtenwald und gehe hinein. Einige Minuten irre ich umher, aber der Boden ist überall total schief. Keine einzige flache Stelle kann ich ausmachen. Während ich suche, fängt es erneut an zu regnen und zu stürmen.
Ich gehe ein Stückchen zurück und versuche es in der anderen Richtung. Dort sind die Bäume noch sehr jung und viel zu eng gepflanzt, aber der Boden ist zumindest flach. Es ist sehr schwer ein ausreichend großes Stück Bodenfläche zu finden. Weiter hinten in einem nicht mehr ganz so jungen Wald werde ich fündig. Bingo! Das Stratospire passt gerade so in die Lücke zwischen den Bäumen. Beim Aufbau stelle ich fest, dass meine abgenutzten Spitzen der Trekkingstöcke nicht mehr in die Ösen am Zelt passen. Es braucht mehrere Versuche, bis es sitzt. Hier bin ich gut geschützt, aber der Lärm vom Wind ist ohrenbetäubend.
30.03.2026 High Route
Die Nacht ist sehr erholsam, denn trotz des stürmischen Windes in Kombination mit Regen bin ich gut geschützt und kann den weichen Nadelboden genießen. Da es in der Früh immer noch regnet, habe ich keinen Grund mich zu beeilen. Erst um 8:30 Uhr wandere ich weiter, nachdem der Regen aufgehört hat.
Diesmal kann ich die Strecke bis zum finalen Anstieg zum Dent Hill schnell zurücklegen. Inzwischen sind auch die Forstarbeiten wieder in Gange. Trotz des Gefälles ist der Pfad hoch zum Wainwright Summit und Dent Fell sumpfig. Die Aussicht ist schön, aber es ist sehr kalt.
Der Abstieg ist überraschend steil. Entlang des idyllischen Bachs Nannycatch Beck geht es nach Ennerdale Bridge. Dort gibt es nicht viel, aber ein Café, wo ich eine Kugel Eiscreme erstehe. Über einen neu angelegten Wanderweg geht es zum Ennerdale Water. Hier kommt zwischendurch sogar die Sonne raus. Kurz danach folgt der erste von mehreren Regenschauern.
Da das Wetter heute zwar sehr windig, aber immerhin überwiegend trocken ist, wähle ich die alpine Route über die Gipfel. Der untere Teil vom Anstieg ist stellenweise extrem sumpfig. Der finale Anstieg zum Great Borne ist extrem steil. Serpentinen sind definitiv keine englische Erfindung. Kurz unterhalb des Gipfels wird das Gelände deutlich flacher und ist auch nicht mehr so nass. Heiden zieren den Weg, aber leider blühen sie jetzt noch nicht. Schade, in den bayerischen Alpen blühen die Schneeheiden im Frühling leuchtend pink.
Vergleichsweise flach führt die alpine Variante vom Coast to Coast Trail hier entlang. Zwischendurch erklimme ich mehrere Gipfel wie z.B. Starling Dodd, Red Pike und High Stile. Auf der Westseite ist der Wind jedes Mal brutal, sobald ich die andere Seite erreiche, lässt der Wind deutlich nach.
Zwischen High Stile und High Crag geht es am Grat entlang und der Wind bleibt lästig. Immer wieder drückt er mich ein paar Schritte zur Seite, so stark ist er. Der Abstieg ist wieder sehr steil und zum Teil folge ich einem etwas flacheren Pfad, der nicht in der Karte eingezeichnet ist. Inzwischen bin ich auch nicht mehr alleine, vor und hinter mir sind andere Wanderer.
Der Anstieg zum Hay Stacks ist nicht ganz einfach. Über stufige Felsen geht es hoch. Direkt unterhalb vom Gipfel ruft mich eine blonde Frau zu sich. Ihre Freundin ist gestürzt und sie will gerade die Bergrettung anrufen. In dem Moment, wo sie mit mir spricht, bekommt sie einen Rückruf. Ein Rettungsteam ist unterwegs. Gemeinsam steigen wir das kurze Stück ab, wo ihre Freundin wartet. Diese hat immerhin kaum Schmerzen, kann aber nicht weitergehen. Nach einiger Zeit verabschiede ich mich und wünsche Glück im Unglück.
Nach 20min erreiche ich Warnscale Head. Die kleine Schutzhütte ist bereits voll belegt. Daher gehe ich weiter bis Dubs Hut. Hier sind zwar schon drei Männer, aber es ist noch Platz für mich. So kann ich mich nach 28km Fußweg endlich erholen. Für eine längere Pause war es nämlich viel zu kalt. Draußen heult der Wind mit voller Kraft - ich bin froh nun hier drinnen schlafen zu können.
31.03.2026 Und schon wieder etwas verloren
Zwar schnarchen die Kerle, aber der Wind ist ohnehin lauter. Und ich habe ja Ohropax dabei. So war die Nacht erholsam. Die Männer schliefen lange und ich blieb daher bis acht Uhr liegen, ehe ich leise frühstückte und zusammenpackte.
Draußen ist es nebelig, aber der Wind hat immerhin nachgelassen. Von drinnen sah es wegen dem Nebel ungemütlich aus, aber in Bewegung gefällt es mir so ganz gut. Der Trail führt schnurgerade in Richtung Honister Pass. Hier ist ein Parkplatz, sogar eine Bushaltestelle gibt es.
Unterhalb vom Honister Pass lichtet sich der Nebel gerade etwas und ich kann wieder mehr von meiner Umgebung erkennen. Die gelbliche Graslandschaft gefällt mir ausgesprochen gut. Stetig geht es bergab, bis ich Seatoller erreiche. Hier gibt es öffentliche Toiletten.
Der Wanderweg nach Rosthwaite ist flach, aber an manchen Stellen überraschend knifflig. In dem kleinen Ort gibt es ein YHA-Hostel, aber keinen Supermarkt. Am Wegesrand sehe ich eine Kiste mit Brownies für 2£ das Stück. Mist, ich habe kein Kleingeld mehr! Ansonsten hätte ich gerne Stück genommen. Das Wetter bessert sich immer mehr, es wird sogar angenehm warm.
Auf der anderen Seite vom Fluss geht es entlang zahlreicher Schafsweide. Schafe gibt es in England unglaublich viele - die sind quasi überall. Dann steigt der Pfad nun doch immer mehr an. Um nach Grasmere zu gelangen, muss ich den einen etwa 600m hohen Pass erklimmen. Der Weg ist wunderbar, aber mehrfach glaube ich, den Pass erreicht zu haben und dann geht es doch wieder hoch. Als ich es dann geschafft habe, bin ich von der Aussicht entzückt. Ich kann bis zur irischen See schauen - krass! Der Weg selbst ist auch ein Highlight, an manchen Stellen sind große und flache Steinplatten verlegt. Diese Art von Wegebau müsste Ewigkeiten erhalten bleiben.
Der Abstieg bis Grasmere zieht sich. Die Landschaft ist wunderschön. Der Pfad ist herausfordernd mit seinen unzähligen matschigen Moorböden. Inzwischen bin ich nicht mehr alleine unterwegs - erstaunlich viele Menschen sind hier wandernd unterwegs. Aber alles Dayhiker.
Ich brauche länger als gedacht bis Grasmere. Erst um 16:30 Uhr komme ich dort an. Der Coop Supermarkt ist der Hammer! Vor lauter Leckereien und indischen Snacks kann ich mich gar nicht entscheiden. Am liebsten würde ich viel mehr einkaufen als nur für weitere 40km!
Mein Etappenziel heute soll der Grisdale Tarn sein. Bis dahin sind es aber noch 6km und 500hm. Ich nehme mir vor, schon früher nach einem Zeltplatz Ausschau zu halten. Der Trail führt in der Nähe eines wild sprudelnden Baches entlang. Ich fülle eine Wasserflasche auf und suche in der Seitentasche vom Rucksack nach meinen Wasserdesinfektionstropfen - aber ich kann sie nicht finden. Verzweifelt durchwühle ich alle Seitentaschen, aber sie tauchen nicht auf. Dabei bin ich mir sicher, sie heute in der Früh noch gesehen zu haben. Wahrscheinlich sind sie unterwegs rausgefallen, als ich etwas anderes herausgeholt habe. So ein Mist aber auch! Nun muss ich mein Wasser unbehandelt trinken. Ich hoffe, demnächst in einer Apotheke etwas brauchbares für die Trinkwasseraufbereitung zu finden.
Gestresst von dem Verlust kämpfe ich mich hoch bis zum Pass oberhalb vom Grisdale Tarn. Unten am See sehe ich drei grüne Zelte. Ich bin erschöpft und baue mein Stratospire oberhalb vom See auf einer ebenen Stelle auf. Da die abgenutzten Spitzen der Trekkingstöcke nicht mehr in die Ösen für die Stockaufnahme passen, ist es nicht ganz so einfach wie sonst. Das Wetter ist zum Glück mild. Erschöpft setze ich mich ins Zelt und richte mich ein. Abends höre ich in der Nähe Kröten quaken.
01.04.2026 Striding Edge?!
In der Nacht schlafe ich einigermaßen gut. Leider ist der Boden nicht 100% eben. Am nächsten Morgen umgibt dichter Nebel mein Zelt. Beim frühstücken mache ich mir Gedanken, ob ich den anspruchsvollen Weg über die Striding Edge nehmen oder den normalen Weg wählen soll. Der dichte Nebel spricht ganz klar für den Normalweg. Aber pünktlich zum Zeltabbau klart es auf und die Variante über die Striding Edge wird wieder attraktiv. Am Seeufer angekommen, wo vier Zelte stehen, bemerke ich den Wind und frage mich, ob der oben zu stark sein könnte. Bei starkem Wind will ich nämlich nicht auf dem schwierigen Weg unterwegs sein müssen. Leider habe ich keinen Empfang um den aktuellen Wetterbericht zu checken. Ich bin unsicher und gehe zurück zu meinem Zeltplatz. 10 Minuten später habe ich Empfang und sehe, dass der Wind erst ab Mittag auffrischen soll. Die Bedingungen sind also gut. Jedoch ärgere ich mich sehr darüber, dass ich den Wetterbericht nicht vor dem Abstieg zum See gecheckt habe. Wegen dieser Blödheit bin ich den Weg nun insgesamt 3x gegangen.
Etwas genervt steige ich den steilen Pfad hinauf. Der Trail ist hier in top Zustand. Nach rund 45 Minuten Anstieg zieht es wieder zu und der Nebel ist zurück. Ich habe noch 10m Sicht und bin erneut verunsichert. War es ein Fehler diesen Weg zu wählen? Was wenn ich im Nebel den Weg nicht sehe ich mich versteige? Wie Anspruchsvoll ist die Striding Edge eigentlich? Fragen über Fragen gehen durch meinen Kopf.
Als ich beim Abzweig zur Striding Edge angekommen bin, sehe ich einen Pfad, der unter einem Schneefeld verschwindet. Fußspuren sehe ich nicht, darunter geht es sehr steil nach unten. Okay, also doch nicht.
Viele Alternativen gibt es nicht. Ich kann alles wieder zurück gehen oder über die Swirral Edge absteigen. Dort sehe ich zumindest keinen Schnee. Als ich in der Ferne Stimmen vernehme, bin ich erleichtert. Langsam steigt der Nebel auf und ich sehe ca. 300m unter mir drei Männer. Wenn die das schaffen, schaffe ich das auch! Vorsichtig klettere ich Stück für Stück nach unten. Meine Trekkingstöcke befestige ich am Rucksack, um die Hände frei zu haben. Einmal klettere ich in die falsche Richtung, danach klappt es dann aber wie am Schnürchen. Der schwierige Teil ist geschafft! Der Nebel hat sich gelichtet und ich sehe den Red Tarn in seiner vollen Pracht unter mir schimmern.
Der restliche Abstieg ist einfach und ich genieße die Sonne, die nun immer mehr zum Vorschein kommt. Bald bin ich wieder zurück auf dem geplanten Weg. Der restliche Abstieg nach Patterdale ist einfach und unspektakulär. Inzwischen sind wieder viele Tageswanderer unterwegs.
Ab Patterdale sind es noch zwei Meilen bis zum beliebten Angle Tarn. Dieser ist der entzückendste aller Seen, die ich bisher im Lake District gesehen habe. Bereits ein Zelt ist zu sehen, obwohl es erst 14 Uhr ist. Im Sommer stehen da bestimmt an schönen Tagen eine ganze Menge Zelte.
Der weitere Verlauf bleibt wunderschön. Der Wind hat inzwischen ordentlich an Stärke zugelegt und ich ziehe mir die Regenjacke und die Handschuhe an. Da ich keine Möglichkeit mehr habe mein Trinkwasser aufzubereiten, fülle ich es an einer klaren Quelle weit oben auf. Das ist hoffentlich trinkbar.
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| Zwischendurch ist es auch mal etwas felsiger. |
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| Der Abstieg zum Hameswater Reservoir gefällt mir sehr gut! |
Immer mehr muss ich mich gegen den Wind stemmen. Zum Glück verspätet sich der angekündigte Regen. Dann geht es endlich hinab zum Haweswater Reservoir. Der Abstieg ist vergleichsweise sanft und ab und zu gibt es windgeschützte Ecken, die sich für eine kleine Pause anbieten. Unten am See möchte ich mir einen Zeltplatz suchen. Es sieht einsam aus und auf einer kleinen Wiese finde ich ein flaches Stück. Ich will gerade mein Zelt aufbauen, als eine Windböe mich zweifeln lässt. Weil ich das Zelt nun mit den Griffen nach oben aufbauen muss, kann ich diese nicht sehr fest fixieren. Ich packe wieder ein und will mir zumindest noch das kleine Wäldchen ansehen. Dort werde ich überraschend fündig und finde eine größere flache Stelle hinter einer Steinmauer. Mehrere Feuerstellen zeigen an, dass ich hier nicht die erste bin.
02.04.2026 Lake District? Check!
Auf meinem Campingplatz bin ich gut geschützt und kann eine erholsame Nacht verbringen. Der nächste Morgen beginnt mit strahlend blauen Himmel. Solch ein Wetter ist in England selten.
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| Völlige Windstille am Morgen |
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| Der CtC führt hier am Ufer entlang |
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| Ein Versuch mich selbst beim Wandern zu fotografieren |
Ein Stückchen gehe ich zurück zum Coast to Coast Path, der mich nahe des Ufers entlangführt. Die Aussicht ist ein absoluter Traum. Glücksgefühle fluten meine Adern. Genau für solche Situationen wandere ich so gerne.
Bevor ich Shap erreiche, wandere ich durch kleine Wäldchen und über Felder. Die Kühe sehen hier anders aus als Zuhause: vorne und hinten sind sie tiefschwarz und in der Mitte ganz weiß. Auch ihr Fell wirkt kräftiger.
In Shap fülle ich in der Kirche mein Wasser auf, hinterlasse eine kleine Spende und mache mich auf den Weg in den Supermarkt. Auch diesmal gehe ich zigfach durch die Gänge, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann, was ich einkaufen soll. Die Auswahl ist groß. Letztendlich entscheide ich mich für Kartoffelcurry mit Papad zum Abendessen und Uncle Bens Reis zum Frühstück. Etwas seltsam für ein Trailessen, aber da ich nur für einen Tag einkaufen muss, brauche ich mich nicht auf hochkalorisches und ungesundes Trockenfutter beschränken.
Hier endet der Abschnitt im Lake District. Weiter geht es mit den Yorkshire Dales.


















































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